Torfestival in der Stadtsporthalle

Der Ludwigsfelder HC spielt 37:37-Unentschieden gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg

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In letzter Sekunde rettet der Ludwigsfelder HC einen Punkt gegen Rotation Prenzlauer Berg. Seinen ersten Einsatz im LHC-Trikot absolvierte der ehemalige kubanische Nationaltorhüter Alberto Chamber Montalvo. Eigentlich hatte es Jörg Taeger, der Manager des Ludwigsfelder HC, auf einen anderen Torhüter abgesehen. Doch die Dinge kamen anders als gedacht. „Eigentlich wollten wir den besten Kumpel von Alberto Chamber Montalvo haben, doch der hatte noch einen gültigen Vertrag und die Ablöse konnten wir uns nicht leisten. Also haben wir einfach Alberto genommen“, sagte Taeger beim 37:37 (17:18) des LHC gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg in der Ostsee-Spree-Liga. Der Hintergrund der Verpflichtung: Martin Lorenz, den der LHC vor Saisonbeginn von der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst holte, fällt lange mit einer Schulterverletzung aus.

Montalvo beobachtete das Team beim Spiel beim OSC Schöneberg/Friedenau und war gleich überzeugt. „Ich mag Mannschaften, die sehr motiviert und mit einer guten Einstellung spielen“, sagt der Torhüter in gutem Deutsch. Mittlerweile wohnt der Kubaner seit zehn Jahren in Berlin. Die Füchse Berlin (damals noch 2. Liga), wo er von 2000 bis 2005 spielte, waren seine erste Station in Deutschland. Danach spielte er eine Saison beim BFC Preussen und ging dann nach Spanien. Dort war er dritter Torhüter bei Ciudad Real, spielte bei BM Antequera, und war Spielertrainer auf Mallorca. „Ich habe jetzt zwei Jahre lang nicht gespielt. Ich versuche das schnellstmöglich aufzuholen“, sagt Montalvo, der mittlerweile seit einer Woche beim LHC im Training ist.

Aufholen musste auch der LHC beim Heimspiel gegen Rotation. Nach gutem Beginn (4:2, 5.) lag das Team in der ersten Halbzeit meist zurück (6:8, 11.; 10:12, 18.). Schon zu diesem Zeitpunkt nutzte Ludwigsfelde die Chancen nicht konsequent und lag zur Pause mit einem Tor zurück (17:18). „Wir sollten unsere Einstellung überdenken. Im Angriff haben wir viele Möglichkeiten liegengelassen. Ich glaube, am Ende waren es 15 bis 20 klare Chancen, die wir nicht verwertet haben. Vor allem von den Außenpositionen haben wir nichts zu Stande gebracht. Das war unser Manko“, bemängelte LHC-Trainer Gerhard Wartenberg.

Nach ständig wechselnder Führung (20:21, 23:21) konnte sich Rotation auf vier Tore absetzen (25:29, 47.). Vor allem in der Deckung wirkte der LHC längst nicht so stabil wie in den vergangenen Spielen. „Wir haben nicht das gezeigt, was uns gegen den VfL Fredenbeck oder gegen Bad Doberan ausgezeichnet hat. Dass wir am Ende 37 Gegentore bekommen haben, kann nur an der Deckung liegen“, monierte der Coach. Auch deshalb gab es für Neuzugang Montalvo wenig Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Er hielt jedoch einen Siebenmeter. „Ich habe ein gutes Gefühl gehabt, doch leider hatte ich schwere Beine. Ich versuche, der Mannschaft in den kommenden Spielen mit meiner Erfahrung und Aggressivität mehr zu helfen.“

In den Schlussminuten lief der LHC immer wieder einem Rückstand hinterher, erst 15 Sekunden vor Schluss konnte Nico Wiede zum 37:37-Endstand ausgleichen. „Es ist positiv, dass wir einen Rückstand noch aufgeholt haben. Am Ende kann man sagen: Ende gut, alles gut – ein Punkt geholt. Wir müssen jetzt zu alter Stärke zurückfinden“, resümierte Wartenberg. Zum neuen Torhüter meint der Coach. „Es ist ein guter Torhüter. Wir müssen allerdings vor allem an der Abstimmung mit der Deckung noch mit ihm arbeiten.“ In der Tabelle der Ostsee-Spree-Liga steht der LHC nun auf Platz fünf und tritt am kommenden Spieltag beim HSV Peenetal Loitz an.

Im DHB-Pokal trifft der LHC in der dritten Runde auf den EHV Aue (MAZ berichtete). „Eigentlich hätten wir uns lieber einen Erstligisten gewünscht. Aber wenn alles passt, ist auch dieser Gegner schlagbar. Damit wären wir der erste Oberligist überhaupt im Achtelfinale,“ sagte Manager Taeger. Trainer Wartenberg meinte. „Aue ist ein anderes Kaliber als der VfL Fredenbeck. Wir hoffen auf eine volle Halle und viel Emotionen.“

Max Konrad

Quelle: Märkische Allgemeine, Zossener Rundschau, 04.10.2011

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